Kampagne Forschung für neue Antibiotika

Wird ein neues Medikament entwickelt, so erhält der Erfinder ein Schutzrecht, ein 20-jähriges Patent. Damit kann er das Medikament exklusiv vermarkten und allein über den Preis bestimmen (Monopol). Die Firmen haben also ein großes Interesse, ein Medikament möglichst und teuer zu verkaufen. Ein neues Antibiotikum muss aber möglichst sparsam eingesetzt werden, damit die Entwicklung von Resistenzen möglichst lange hinausgezögert wird. Das macht die Antibiotika-Forschung für die meisten Pharmafirmen uninteressant. Sie investieren lieber in lukrative Bereiche. Seit fast 30 Jahren sind daher keine wirklich neuen Antibiotika entwickelt worden.

Das System ist krank – Warum Arzneimittelpatente der Gesundheit schaden

Patente auf Arzneimittelwirkstoffe sind für die Konzerne reicher Länder eine Goldgrube. Das wäre nicht ganz so schlimm, wenn die so geschützten Produkte alle nützlich wären und allen zur Verfügung ständen, die sie benötigen. Doch weder das eine noch das andere ist der Fall. Leiden tun darunter vor allem die Armen der Welt – doch auch für uns sind Arzneimittelpatente alles andere als optimal.

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