Kampagne Forschung für neue Antibiotika

Antibiotika sind bei der Behandlung von Infektionskrankheiten unersetzlich. Ehemals tödliche Erkrankungen wie Scharlach, eine Blutvergiftung oder Tuberkulose wurden mit der Entdeckung von Antibiotika heilbar. Doch ein massiver Fehlgebrauch in der Humanmedizin und der enorme Einsatz in der Nutztierhaltung führen dazu, dass Infektionserreger resistent werden und Antibiotika nicht mehr wirken. Schon heute sterben nach Schätzungen weltweit mehrere hunderttausend Menschen jährlich weil Antibiotika wegen Resistenzen nicht mehr wirken.

 

Antibiotika-Resistenzen sind hausgemacht

Antibiotika-Resistenzen sind hausgemacht, denn sie sind die Folge eines sorglosen Medikamenten-Einsatzes. Falsche Anwendung, Über- und Fehlverschreibung haben das Problem weltweit verschärft. Dazu beigetragen haben massive Werbekampagnen der Pharmaindustrie als auch schwache staatliche Strukturen, die den Verkauf von Antibiotika ohne Rezept möglich machen und so den Fehlgebrauch weiter fördern. Die G7 – Staaten haben das Problem von Antibiotika-Resistenzen auf ihrer politischen Agenda. Mehr Geld für neue Wirkstoffe locker zu machen, ist richtig, reicht aber nicht aus.

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Nachholbedarf bei ÄrztInnen

Da Antibiotika in Deutschland nur auf Rezept erhältlich sind, geht ein Über- und Fehlgebrauch eindeutig auch auf die verschreibenden ÄrztInnen zurück. Etwa jedem dritten Deutschen wurde innerhalb der letzten 12 Monate ein Antibiotikum verordnet – häufig gegen Virusinfektionen wie Bronchitis, Erkältung und husten. Warum das so ist, wird in einem Interview deutlich, dass aus dem Alltag der ärztlichen Praxis berichtet.

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Antibiotika in der Landwirtschaft

Die globale Ausbreitung von Resistenzen gegen Antibiotika zeigt, wie eng die Gesundheit von Mensch und Tier zusammenhängt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht deshalb von One Health. Ein Landwirtschaftsexperte berichtet über die Zusammenhänge und zeigt auf, was mit der Tiergesundheit schief läuft.

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